Jahreskonzert 2011

»Interview«

Rüdiger Müller
Wie bist du zur Musik gekommen?
Rüdiger: Mein Großvater war in meinem Heimatort zweiter Vorstand des Musikvereins, deshalb waren immer viele Instrumente bei uns zu Hause zu finden. Eigentlich wollte ich kein Instrument lernen, sondern lieber Tennis spielen. Eines Tages nahm mich mein Großvater zur Musikprobe mit, wo ich unterschiedliche Instrumente ausprobierte und am nächsten Tag hatte ich Tenorhornunterricht.
Ist Dirigent dein Traumberuf?
Rüdiger (überlegt): Ja, das würde ich schon sagen. Ich bin sehr zufrieden, schließlich konnte ich mein Hobby zum Beruf machen.
Gibt es für dich ein Vorbild im Sinne eines Komponisten oder Dirigenten, das dich immer wieder inspiriert?
Rüdiger: Es gibt viele Dirigenten, die mich inspirieren, besonders Leonard Bernstein (amerikanischer Komponist) und Herbert von Karajan (österreichischer Dirigent).
Du spielst ja Fagott. Welches Instrument würdest du außerdem gerne lernen?
Rüdiger: Ich würde gerne noch Cello lernen. Dieses Instrument hat einen warmen, runden Klang, der mir sehr gut gefällt.
Welche Musik hörst du in deiner Freizeit?
Rüdiger: Eigentlich höre ich fast keine Musik in meiner Freizeit, da ich in meinem Beruf täglich mit Musik zu tun habe. Ich genieße die ruhigen Stunden zu Hause ohne Musik. Wenn ich doch Musik höre, dann Radio beim Autofahren.
Hörst du dir auch die Aufnahmen der Jahreskonzerte des Musikvereins an?
Rüdiger: Ja, ich höre mir die Aufnahmen nach den Konzerten kurz an. Jedoch sind meine
Erinnerungen meist schöner, als die Aufnahmen das Konzert widerspiegeln können.
Warst du selbst schon einmal als Komponist tätig oder hast du schon einmal ein Stück arrangiert?
Rüdiger: Nein, das Gebiet liegt mir überhaupt nicht. Das überlasse ich lieber anderen,
die das besser können.
Welche Gedanken gehen dir beim Dirigieren während des Konzertes durch den Kopf?
Rüdiger: Das Konzert selbst rauscht an mir vorbei wie im Film, da ich sehr konzentriert
auf die Stücke bin. Eigentlich muss ich nur daran denken, die Bühne rechtzeitig zu
betreten oder zu verlassen.
Wenn du 3 Wörter nennen könntest, die das Verhältnis zwischen dir und dem MVN beschreiben, welche Wörter würdest du nennen?
Rüdiger: Ich würde Gemeinschaft, Freundschaft und Offenheit nennen. Im Musikverein Niederschopfheim gibt es einen großen Zusammenhalt unter den Musikern. Mein Verhältnis zu ihnen ist sehr innig und freundschaftlich. Außerdem teilen wir unsere Offenheit für Neues.
Wenn wir dich nach einem besonderen Ereignis mit dem MVN fragen, was fällt dir spontan ein, ohne lange nachzudenken?
Rüdiger: Das Galakonzert zum 100-jährigen Jubiläum des Musikvereins mit Prof. Dr. Mallory Thompson aus den USA. Die Zusammenarbeit davor und die Stimmung während des Konzertes waren sehr eindrucksvoll für mich.
Was wünschst du dir für die Zukunft mit dem MVN?
Rüdiger: Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Zusammenarbeit weiterhin so fruchtbar bleibt.
Oftmals ist es für Außenstehende schwierig nachzuvollziehen wie du die Stücke fürs Konzert zusammensuchst. Kannst du uns erklären, wie du deine Stücke auswählst?
Rüdiger: Da habe ich keine spezielle Vorgehensweise. Manchmal finde ich meine Stücke in einem Katalog, manchmal auf YouTube oder ich bekomme einen Tipp von einem Freund. Manchmal trifft mich aber auch der Zufall; ich sehe oder höre ein Stück und erkenne sofort das Konzertpotenzial darin.
Gibt es für dich etwas musikalisch Neues, das du gerne einmal ausprobieren würdest?
Rüdiger: Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach Neuem. Ich könnte mir gut vorstellen etwas mit einem Chor zu machen - ein Musical vielleicht. Ballett oder szenisches Theater wären auch einmal eine Herausforderung.
Wo siehst du dich in zehn Jahren?
Rüdiger: Als Musiker kann man das nie so genau sagen. Ich hoffe einfach, dass ich mit meinem Leben in zehn Jahren zufrieden und glücklich bin.
Freust du dich auch nach zehn Jahren noch auf die Musikprobe am Freitag?
Rüdiger (lacht): Ja!
Kannst du schon einen kleinen Hinweis auf das Konzertprogramm 2012 geben?
Rüdiger: Es wird mit Sicherheit so toll wie die letzten elf Konzerte.

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Schon seit 10 Jahren ist Rüdiger Müller Dirigent des Blasorchesters Niederschopfheim. Dieser Anlass gab Gelegenheit die vergangene Zeit Revue passieren zu lassen. Was steckt alles hinter dem Menschen Rüdiger Müller? - Zwei Musikerinnen sind der Sache auf den Grund gegangen.

Bruno Löffler Teresa Münchenbach und Melanie Gritt im Gespräch mit Rüdiger Müller .
Harmonie Niederschopfheim e.V.
letzte Aktualisierung: 07.02.2020
Musikverein Harmonie Niederschopfheim e.V.
Programmheft Jahreskonzert 2011