Jahreskonzert 2012

An der schönen blauen Donau

MVN

1865 versprach Strauß dem Wiener Männergesangsverein eine Komposition für deren Liedertafel. Das gegebene Versprechen löste Strauß mit dem Walzer An der schönen blauen Donau ein, der  in einer Orchester- und einer Chorfassung  konzipiert wurde und auf eine Textpassage des ungarischen Dichters Karl Isidor Beck zurückführt. Strauß berühmter Donauwalzer gliedert sich in eine Walzerkette bestehend aus fünf Walzern, die von einer Introduction und der Coda umrahmt werden. Die Einleitung steht im 6/8 Takt und somit beginnt einer der berühmtesten Walzer der Musikgeschichte nicht  - wie man annehmen müsste - im ¾ Takt des Walzers. Die Uraufführung der Chorfassung am 15. Februar 1867 „schlug zündend ein“. Bei der Uraufführung der Orchesterfassung einen Monat später, setzte sich der Donauwalzer zunächst nicht durch. Johann Strauß soll nach der ersten Aufführung in der Orchesterfassung gesagt haben: „Den Walzer mag der Teufel holen, nur um die Coda tut’s mir leid – der hätt’ ich einen Erfolg gewünscht.“ Als Strauß jedoch später bei einer Weltausstellung in Paris auftrat und dringend neue Kompositionen benötigte, erinnerte er sich daran. Unter dem Namen Le beau Danube bleu wurde das Stück sofort zu einem großen Erfolg. Der Donauwalzer wird noch heute zumeist als reiner Orchesterwalzer aufgeführt.

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Johann Strauß

* 1825, + 1899

Johann Strauß Talent als Komponist und Musiker wurde von seiner Mutter mit Nachdruck unterstützt obwohl ihm der Vater den Musikerberuf verboten hatte. Nach Theorie- und Kompositionsstudien erwarb Strauß die "Musiklicenz" zur Gründung eines eigenen Orchesters, das 1844 erfolgreich debütierte. Einige groß angelegte Konzertreisen quer durch Europa ab 1856 führten zu einer "Strauß-Hysterie", einem Phänomen, das sich bei seiner Amerikareise 1872 wiederholte. Unter dem Eindruck der offenbachschen Operetten begann Strauß mit der Komposition von Bühnenwerken (u.a. Die Fledermaus (1874) und Der Zigeunerbaron (1885)), die er über bewährten Tanzmelodien aufbaute (Walzer, Galopp, Polka, Marsch, Csardas). Er erhob die Tanzmusik des Biedermeier zur Kunstform - nicht nur den Wiener Walzer, der durch Einleitungen und Überlänge manchmal fast untanzbar wurde, sondern auch Polka, Galopp, Quadrille und Marsch. Johann Strauß wurde nicht nur zum Assoziationsbegriff für Wien und für Österreich, besonders durch die rasche Verbreitung des Wiener Walzers, sondern auch für das 19.Jahrhundert schlechthin. Der Name Johann Strauß zählt heute neben Mozart weltweit zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Musikgeschichte.

Harmonie Niederschopfheim e.V.
letzte Aktualisierung: 07.02.2020
Musikverein Harmonie Niederschopfheim e.V.