Jahreskonzert 2012

First Suite in Es

MVN

Gustav Holsts Komposition First Suite in Es ist in drei Teile gegliedert: Chaconne, Intermezzo und March. Das Stücke wurde eigens für das „Festival at People’s Palace“ komponiert und dort 1909 uraufgeführt. Holst wollte mit dem Stück vor allem aus der damals vorherrschenden Programmmusik ausbrechen und neue sinfonische Wege gehen. Bis heute hat das Stück aufgrund seiner Besetzung und Instrumentalisierung Vorbildcharakter. Die First Suite in Es eröffnet im ersten Teil, Chaconne, mit einer aus 16 Noten geformten Melodie, die im Bariton beginnt, sich durch das gesamte Orchester zieht und in der Posaune als Umkehrung ertönt. Es folgt das Intermezzo, das vor allem durch ein Klarinettensolo geprägt ist, welches später von mehreren Instrumenten wiederholt wird. Im dritten Teil, March, wird die Melodie abwechselnd von Holz- und Blechbläsern übernommen. Im fulminanten Schluss endet das Werk in einem vierfachen Fortissimo.

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Gustav Holst

* 1874, + 1934

Gustav Holst wurde in Cheltenham als Gustavus Theodore von Holst geboren. Seine lettisch-schwedische und weitentfernte spanische Abstammung prägten den Spätromantiker sehr. In Großbritannien aufgewachsen, wollte er zunächst Pianist werden, musste diesen Traum jedoch im Alter von 17 Jahren auf Grund einer Nervenkrankheit aufgeben. Er begann Posaune und Komposition am Royal College of Music in London zu studieren, an welchem er von 1919-1923 auch lehrte. Holst gilt als „Grenzenaufbrecher“, da er sich vor allem von der damals beliebten Programmmusik deutlich distanzierte. Zu seinen berühmtesten Werken zählt das Orchesterwerk The Planets und die Second Suite for Military Band in F. Viele bekannte Filmmusikkomponisten, wie etwa John Williams, ließen sich immer wieder von Holst inspirieren.

Harmonie Niederschopfheim e.V.
letzte Aktualisierung: 07.02.2020
Musikverein Harmonie Niederschopfheim e.V.