Jahreskonzert 2012

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... Dr. Angela Schroeder

Dr. Angela SchroederWas ist der Grund Ihres Besuches, Frau Schroeder?
Ich folge der Einladung meines guten Freundes Rüdiger Müller, das Blasorchester Niederschopfheim an ihrem Jahreskonzert im Dezember zu dirigieren. Ich traf Rüdiger vor zehn Jahren, als er nach Kanada kam, um das Dirigieren an der University of Calgary zu studieren. Er hatte damals wiederum die Möglichkeit meine Schüler zu dirigieren.

Waren Sie schon einmal in Deutschland?
Ja, ich bin schon zweimal nach Deutschland gereist. Meine Schwester hat mehrere Jahre in Bonn gelebt. Ich liebe Deutschland. Es ist wunderschön hier und ich freue mich darauf, während meiner Reise nach Niederschopfheim einen anderen Teil des Landes kennen zu lernen.

Sie leben in Kanada. Welche Besonderheiten bietet die kanadische Musikkultur?
In Kanada gibt es viele Komponisten, die alle sehr verschiedene Stile und Konzepte verfolgen. Was ich an der Musikkultur Kanadas liebe, ist die Verschiedenheit und Kreativität, die man hier findet. Man begegnet immerzu neuen Ideen und aufregenden Darbietungen. Da in Kanada viele unterschiedliche Kulturen gemeinsam leben, fließen Einflüsse aus der ganzen Welt zusammen. Wir lernen viel über die Kulturen anderer Länder, die hierzulande die Komponisten beim Schaffen ihrer eigenen Werke beeinflussen.

Haben Sie Vorbilder?
Ja, meine Lehrer: Dr. Glenn Price, Prof. Dr. Mallory Thompson und Mr. Eugene Corporon. Sie sind meine größte Inspiration und haben mir sehr viel über die Musik und das Dirigieren beigebracht. Sie alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dass ich die Dirigentin geworden bin, die ich immer sein wollte.

Wann haben Sie sich dazu entschieden Dirigentin zu werden?
Im Jahre 1995 begann ich mit meinem Studium und wusste schon kurz darauf, dass das Dirigieren genau das ist, was ich immer machen wollte.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Beruf?
Ich liebe es von ganzem Herzen Dirigentin zu sein. Mir bereitet es großen Spaß, musikalische Vorstellungen mit leidenschaftlichen Musikern zu tauschen und immer wieder Neues und Aufregendes zu entdecken, das ich mit anderen teilen kann.

Was war das lustigste Ereignis, das Ihnen beim Dirigieren passiert ist?
Ich denke das war die Situation, als mein zweijähriger Sohn auf die Bühne kam und auch einmal dirigieren wollte. Das Orchester spielte unter seiner Leitung besser als unter meiner eigenen!

Was erwarten Sie von Ihrem Besuch in Niederschopfheim?
Ich freue mich darauf, neue Musiker und Musikerinnen kennen zu lernen, gemeinsam mit ihnen zu Proben und ein schönes Konzert zu erleben. Ich bin mir sicher, dass wir sowohl vor als auch nach dem Konzert eine tolle Zeit haben werden!

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Da ich mir für ein Jahr eine Auszeit genommen habe, bin ich im Moment nicht an der University of Alberta tätig. Aber ich freue mich schon darauf, meinen Job als musikalische Leiterin der Universität bald wieder ausüben zu können. Ich hoffe, dass ich noch etwas umherreisen kann, um mir viele neue Orte in der Welt anzusehen und dort zu dirigieren.

Interview: Melanie Gritt

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Infos zum Konzert

Anzahl Musiker:

Premieren:

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Konzert und Kunst:

Harmonie Niederschopfheim e.V.
letzte Aktualisierung: 07.02.2020
Musikverein Harmonie Niederschopfheim e.V.
Programmheft Jahreskonzert 2011