Jahreskonzert 2013

Concerto for AltoSax

Das Konzert für Altsaxophon in drei Sätzen von Ronald Binge wurde im Auftrag des BBC Light Music Festivals geschrieben und von Michael Krein in der Londoner Royal Festival Hall uraufgeführt. Es war Pieter Jan Molenaar, der Ronald Binge aufforderte, das Werk für Sinfonisches Blasorchester zu arrangieren. Leider verstarben beide Männer 1979 und sie konnten die Uraufführung von der niederländischen Marinekapelle und dem Solisten Johan Perik nicht mehr erleben. Im ersten Teil des Werkes, einem dynamischen und schnellen Allegro Spirituoso, hört man die Melodie abwechselnd bei dem Solisten und bei der Orchesterbegleitung. Der zweite Teil ist sehr lyrisch aber doch leidenschaftlich. Da er oft separat unter dem Titel »Romance« gespielt wird, ist er der bekannteste Satz von Binges Werk. Das spritzende Finale »Rondo Allegro Giocoso« erlaubt dem Solisten in einem wirbelnden Dialog mit dem Orchester seine Virtuosität zu demonstrieren. Ronald Binge widmete dieses Werk dem Amerikaner Sigurd Rascher, der als Pionier des klassischen Saxophons gilt.

Markus Treier (*1985)

Der Saxophonist Markus Treier gewann bereits in jungen Jahren diverse GastspielAuszeichnungen, darunter erste Preise bei Jugend musiziert und bei Wettbewerben des deutschen Tonkünstlerverbandes. 2003 spielte er eine Saison im Weltjugendblasorchester. 2004 absolvierte er seinen Wehrdienst im Luftwaffenmusikorps 2 der Bundeswehr in Karlsruhe.

Markus TreierMarkus Treier studierte von 2005 bis 2010 klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik in Basel bei Marcus Weiss. Von Beginn an erhielt er dort zusätzlich Unterricht bei Lars Mlekusch und Remo Schnyder. 2008 beendete er sein Bachelorstudium und erweiterte seine instrumentalen und musikpädagogischen Fähigkeiten im anschließenden Masterstudiengang. Seine Ausbildung setzte er im Oktober 2010 an der Philipps-Universität Marburg im Studiengang »Kunst, Musik und Medien: Organisation und Vermittlung« fort, den er im Juli 2013 abschloss. Im Oktober 2013 begann Markus Treier seine Promotion am Musikwissenschaftlichen Institut der Philipps-Universität Marburg. Parallel arbeitete und arbeitet er für verschiedene musikalische Institutionen, darunter das Theater Freiburg, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, den Marburger Konzertverein und das Beethovenfest Bonn.

Sein Interesse gilt neben der klassischen Saxophonliteratur besonders auch neuerer und neuester Musik. Er brachte einige Werke zur Uraufführung und arbeitete mit zeitgenössischen Komponisten wie Philippe Racine und Jakob Ullmann.

Privaten Unterricht erhält Markus Treier weiterhin in Meisterkursen im In- und Ausland. Während seines Musikstudiums besuchte er bereits zahlreiche Meisterkurse, unter anderem bei Jean-Michel Goury, Rico Gubler, Marie-Bernadette Charrier und Kyle Horch.

Markus Treier musiziert in verschiedenen Ensembles, wie dem gemeinsamen Trio mit Ekaterina Danilova und Zeno Peters, in Orchestern wie der Sinfonietta Basel und tritt regelmäßig als Solist mit verschiedenen Orchestern auf.

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Ronald Binge

Ronald Binge

* 1910, +1979

Ronald Binge war ein britischer Komponist für das britische Kino und ein bekannter Vertreter der British Light Music. Einer Arbeiterfamilie in den Midlands entstammend, verlor Binge bereits mit zehn Jahren seinen Vater. Zunächst arbeitete er als Kinopianist sowie als Orchestermusiker in englischen Badeorten. Im Zweiten Weltkrieg diente Binge in Blackpool in der Royal Air Force, wo er für den Chor zuständig war. Nach dem Krieg lieferte er Kompositionen und Arrangements für Orchester, aber auch für die BBC. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen die Elisabethserenade (1951), Sailing By (1963), Miss Melanie, The Watermill, der Farewell-Walzer, Venetian Carnival, Red Sombrero, Bowler Hat und natürlich sein Konzert für Es-Altsaxophon. Binge starb im September 1979 an einer Lungenkrankheit.

Harmonie Niederschopfheim e.V.
letzte Aktualisierung: 07.02.2020
Musikverein Harmonie Niederschopfheim e.V.